Lebensversicherung

Aus dem Jahre 1308 datiert der älteste überlieferte Leibrentenvertrag zwischen dem Abt von St. Denis und dem Erzbischof von Bremen. Der Leibrentenkauf ermöglichte als Vorläufer der Lebensversicherung eine Altersversorgung. Gegen Kapital oder Land gewährten Kloster und Städte lebenslängliche Renten. Später übernahmen spezielle Leibrentenbanken diese Aufgabe.

Bei Glücksspielberechnungen entdeckten 1654 die französischen Mathematiker Blaise Pascal und Pierre de Fermat die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Als Mittel, den Zufall messbar zu machen, bildet sie die Voraussetzung für die Entstehung der modernen Lebensversicherung. Kurze Zeit später, 1693, wurde durch den englischen Astronomen Edmond Halley die erste für die Lebensversicherung brauchbare Sterbetafel aufgestellt. Das statistische Material hierfür lieferte der Breslauer Pfarrer Caspar Neumann.

Die erste auf mathematisch-statistischer Grundlage betriebene Lebensversicherung war die 1762 von James Dodson gegründete „Equitable Life“.

1806 wurde in Hamburg durch Wilhelm Benecke die erste deutsche Lebensversicherungs AG gegründet, 1827 dann von Ernst Wilhelm Arnoldi die Gothaer Feuer- und Lebensversicherungsbank in der Rechtsform des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit.

Die in Deutschland zur Altersversorgung weit verbreitete Kapitalbildende Lebensversicherung kennen wir seit 1866. Die gesetzliche Rentenversicherung trat mittels kaiserlicher Botschaft erst 1881 in Kraft.

Die Kapitalanlagen der deutschen Lebensversicherungen betrugen in 2013 793,4 Milliarden Euro, die in 2014 ausgezahlten Versicherungsleistungen summieren sich auf 80,2 Milliarden Euro, das entspricht mehr als einem Drittel der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung.

Gesamtverband der Versicherungswirtschaft/Lebensversicherung

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