Private Krankenversicherung

Heute sind etwa 14 Millionen Menschen privat versichert. Davon haben sich über 7 Millionen für eine Krankheitskostenvollversicherung als Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) entschieden.

Die anderen 7 Millionen sind Versicherte der GKV, die ihren Krankenversicherungsschutz mit einer privaten Zusatzversicherung verbessern.

Eine private Krankenversicherung bietet ein Höchstmaß an Sicherheit und individueller Gestaltungsmöglichkeit. Für das im Alter steigende Gesundheitsrisiko werden Rückstellungen gebildet. Damit ist die PKV schon heute auf den demographischen Wandel der nächsten Jahrzehnte vorbereitet.

Über 50 Versicherungsunternehmen (VU) bieten unterschiedlichsten Versicherungsschutz. Kein Angebot gleicht dem anderen, was die Auswahl nicht vereinfacht.

Vor einer Angebotserstellung klären wir deshalb zunächst, welche Anforderungen Sie an eine private Krankenversicherung stellen und welche Wünsche Sie haben. Ihre familiäre und berufliche Situation ist genauso zu berücksichtigen wie evtl. bestehende gesundheitliche Beschwerden.

Unter Berücksichtigung Ihrer Wünsche und den gebotenen Versicherungsmöglichkeiten erstellen wir Ihnen schriftliche Vorschläge. Die Leistungsunterschiede und deren Bedeutung in der täglichen Praxis erklären wir Ihnen ausführlich. So erhalten Sie einen umfassenden Überblick. Wir sagen es Ihnen auch, wenn wir eine private Krankenversicherung nicht für sinnvoll halten.

Diese Art der Beratung zur Krankenversicherung ist zeitaufwendig, hat sich aber über viele Jahre bewährt.

Für unsere Kunden ist dieser Service kostenfrei.

Interessenten berechnen wir eine angemessene Honorarpauschale für die Ausarbeitung der Vorschläge.

 

6 zwingende Gründe für die private Krankenversicherung ( PKV)

Warum das deutsche Gesundheitssystem die PKV braucht

1. Die PKV ist ein funktionierendes System

Die PKV bietet unterschiedliche Tarife an – vom Basisschutz bis zum Spitzenschutz. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit einem weitgehend einheitlichen Leistungskatalog und Beitragssatz wählt der Versicherte in der PKV den Versicherungsschutz nach seinen individuellen Bedürfnissen und Präferenzen aus. Und beeinflusst damit auch seine Prämienhöhe.

Der in der PKV einmal vereinbarte Versicherungsschutz gilt lebenslang. Auch im Wege von Gesundheitsreformen kann dieser nicht verändert werden. Leistungskürzungen sind ausgeschlossen.

Die Prämien in der PKV bilden die Realität ab. Sie sind nicht politisch beeinflusst, sondern müssen nach gesetzlichen Vorgaben unter Anwendung versicherungsmathematischer Methoden so kalkuliert werden, dass sie die künftig zu erwartenden Gesundheitskosten des Versicherten decken.

Privatversicherte kennen die Gesundheitskosten, die sie verursachen, weil sie eine Rechnung über die vom Arzt erbrachten Leistungen erhalten und diese zunächst selbst begleichen. Aufgrund dieses Prinzips der Kostenerstattung sowie eines Selbstbehaltes in den meisten PKV-Tarifen haben Privatversicherte einen hohen Anreiz, sich kostenbewusst zu verhalten.

Ärzte wissen, welche Vergütung sie bei der Behandlung von Privatpatienten erhalten, weil diese in einer amtlichen Gebührenordnung festgelegt ist. Dagegen erfahren sie bei gesetzlich Versicherten in der Regel erst viele Monate später, in welcher Höhe sie ihre erbrachten Leistungen von den gesetzlichen Kassen vergütet bekommen.

Die privaten Krankenversicherungen sind – anders als die gesetzlichen Krankenversicherungen – schuldenfrei und zahlen Steuern.

2. Die PKV belastet nicht die nachwachsende Generationen

In der PKV sind die Beiträge so kalkuliert, dass jede Versichertengeneration selbst ihre Kosten trägt. Nachwachsende Generationen werden nicht belastet. Solange die Versicherten jünger sind, werden mit einem Teil der Prämien Alterungsrückstellungen aufgebaut. Aus diesen werden später die im Alter ansteigenden Gesundheitskosten finanziert.

In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ticken dagegen aufgrund der demographischen Entwicklung gewaltige Zeitbomben. Eine sinkende Zahl von Erwerbstätigen muss immer mehr Ältere mit altersbedingt steigenden Krankheits- und Pflegekosten finanzieren. Schon heute beträgt das jährliche Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner, die nur 41 % der von ihnen verursachten Leistungsausgaben durch eigene Beiträge selbst finanzieren, gut 36 Mrd. €uro. Die umlagefinanzierte GKV gerät damit immer stärker an die Grenzen ihrer Finanzierbarkeit.

3. Die PKV ist Träger von medizinischen Innovationen und Wachstumsmotor für die Gesundheitsbranche

Die PKV ist Träger von Innovationen im Gesundheitswesen. Wenn der Gemeinsame Bundesausschuss heute neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in den Leistungskatalog der GKV aufnimmt, sind diese häufig bereits jahrelang bei PKV-Versicherten angewandt und erstattet worden. Denn viele medizinische Innovationen von der Pharmakologie über die Verfahrenstechnik bis hin zu Medizintechnik werden zunächst bei PKV-Versicherten eingeführt. Eine starke PKV sorgt für eine Beschleunigung der Innovation.

4. Die PKV ist solidarisch

Privatpatienten tragen überproportional zur Finanzierung des Gesundheitswesens bei, weil sie für viele medizinische Leistungen höhere Preise und Honorare zahlen. Insgesamt über 9,5 Mrd. €uro wurden so zum Nutzen einer qualitativ hochwertigen und flächendeckenden Versorgung dem Gesundheitswesen in 2004 zusätzlich zur Verfügung gestellt. Der Betrag steigt von Jahr zu Jahr stark an.

Eine starke PKV verhindert eine Zweiklassen- und eine Wartelistenmedizin. Zahlreiche ausländische Beispiele zeigen, dass sich ohne PKV ein Grauer Markt für Arzt- und Krankenhausleistungen, die über die staatliche Einheitsversorgung hinausgehend, für Privatzahler etabliert. Dagegen sichert die PKV in Deutschland gemeinsam mit der GKV ein qualitativ hochwertiges Versorgungssystem für alle Versicherten.

5. Die PKV versichert keineswegs nur Reiche

Entgegen einer weit verbreiteten Legende sind die zahlungskräftigen "Reichen" – die es im Übrigen ebenso in der GKV gibt – in der PKV eindeutig in der Minderheit. Nur ein Achtel der Privatversicherten sind Angestellte, die in der GKV den Höchstbeitrag zu zahlen hätten. Die Hälfte der über 8,3 Millionen Vollversicherten sind Beamte und deren Familienangehörigen – darunter der einfache und mittlere Dienst mit Durchschnittseinkommen von 2.000 bis 2.300 €uro brutto. Sehr heterogen ist die Lage bei den Selbständigen, deren Durchschnittseinkommen ebenfalls deutlich unter der Versicherungspflichtgrenze liegt. Ca. 71 % aller Privatversicherten liegen mit ihrem Einkommen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze. Und diese gar nicht 'besserverdienenden' Personenkreise müssen – anders als in der GKV – auch für ihre Familienangehörige Versicherungsbeiträge bezahlen!

6. Die PKV steht für Pluralität statt für Staatsmedizin

Eine zunehmend staatlich gesteuerte GKV braucht ein liberales Wettbewerbspendant – denn der Wettbewerb zwischen den beiden Systemen bedeutet auch das Vorantreiben besserer Lösungen. Ohne die PKV würde dem deutschen Gesundheitssystem ein entscheidender Impulsgeber für eine bessere Versorgung der Versicherten fehlen.

Entnommen aus einer Veröffentlichung des Verbandes privater Krankenversicherungen e.V.

Weitere aktuelle Informationen

Verband der privaten Krankenversicherung e. V.

2016 Fakten zur PKV

Ratgeber Pflegeversicherung

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